Deutschland – Tschechien

Thüringen

Diese Gegend ist sehr Kontrastreich. Die Geschichte hat überall seine Narben hinterlassen, schmerzhafte und weniger schmerzhafte.

Übernachtung

 

 

Unser « Basiscamp » installieren wir im Camping Stausee Hohenfelden für vier Tage und satteln die Kabine ab, damit wir mit dem Pickup die Region erkunden können.


Von Wittelshofen fahren wir dann bis Hohenfelden in Thüringen. Von dort, wollen wir diese Ecke erkunden. Ein Tag verbringen wir in der Wartburg, wo Luther die Bibel auf deutsch geschrieben hat. Übrigens, die ganze Gegend steht dieses Jahr im Zeichen der Reformation für das 500. Jubiläum. Obwohl die Wartburg eine imposante Festung ist, und sich ein Besuch durchaus lohnt, gibt uns das ganze ein leichtes Gefühl von « schon gesehen ». In der Tat, andere Festungen, wie etwa Königstein in der sächsischen Schweiz, oder Ehrenbreitstein in Koblenz, oder Marienberg in Würzburg vergeben ein ähnliches Bild.


Von der Festung Wartburg aus, laufen wir die 4 Km bis zur Drachenschlucht, die sich über 2 bis 3 Km entwickelt. Zum Teil ist die Schlucht nur noch 60 cm breit


Unter den schmerzhaften Narben zählt mit Sicherheit das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Ein Besuch war für uns  schon nicht zu entweichen. Obwohl es nicht mehr viele Überreste zu sehen sind, ist der Besuch emotional besonders berührend. Zum Glück hatten wir etwas Sonne, was die ganze Visite ein bisschen erleichtert. Danach sind wir trotzdem lange sprachlos und still geblieben. Erst mit dem Besuch von Weimar konnten wir das mulmiges Gefühl nach und nach loswerden.

 


Weimar ist ohne Zweifel die Hauptstadt der deutschen Kultur. Goethe, Schiller, Liszt, Luther, Cranach und viele mehr haben hier gelebt, mehr oder weniger lange. Und es ist bemerkbar. Die Kultur ist in der ganzen Stadt präsent. Die Altstadt ist ein echtes Labyrinth aus kleine Gässchen wo man sich mit Vergnügen flaniert und verliert. Einigen Jugendstilhäuser trifft man am Rande der Altstadt. Und zum guten Schluss, speisen wir noch im Schwarzbierhaus Köstritzer.


Wir profitieren vom schlechten Wetter, um uns eine Pause zu gönnen. Ein Tag nichts tun, bis auf ein Sprung im Thermalbad gegenüber das Camping. Einfach herrlich.


Am nächsten Tag haben wir Erfurt auf dem Programm.Wir hatten keine besondere Erwartungen und wurden positiv überrascht. Schon der erste Blick auf dem Domplatz hat uns beeindruckt. Die Altstadt entfaltet sich als echtes Schmuckstück bis zur Krämerbrücke. Viele Leute, vor allem Junge, die sich hier eine Pause gönnen, vor den Fachwerkhäuser, die die Brücke umhüllen. Eine gewisse Ähnlichkeit mit der Ponte Vecchio in Florenz ist nicht zu vermeiden. Wir sind auch von der Konstruktion wie gefesselt und machen unsere Mittagspause auf eine Mauer vor diesen Häusern, und danach ein Kaffee am Eingang der Brücke, die wir natürlich « mittendrin » durchqueren. Auf unserem Weg, treffen wir noch eine hohle Kirche, das Dach und eine Fassade fehlen. Und zum Schluss sehen wir noch ein « Martin Luther » auf dem Domplatz.